Die klimatische und wirtschaftliche Lage erfordert dringend, dass erneuerbare Energien und Technologien weiterhin ausgebaut werden. Stattdessen bremsen die CDU/CSU-SPD-Bundesregierung und Wirtschaftsministerin Reiche den Ausbau aus. Das tun sie nicht direkt, sondern sozusagen durch die Hintertür, indem sie erneuerbare Energien unwirtschaftlicher machen. Sie sorgen dafür, dass Investitionen in erneuerbare Energien schlechter planbar und unattraktiver werden, verdecken dies aber mit Schlagworten wie Technologieoffenheit, Effizienz, Modernisierung.
Deutlich wird dies an aktuellen energiepolitischen Gesetzen und Gesetzesvorhaben (Stand Juli/August 2026):
Das sogenannte Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) widerspricht nicht nur den deutschen Klimazielen, sondern wird sich im Heizungsbereich als fossile Kostenfalle erweisen.
Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ändert das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) (und benennt es um). Die bereits im Bundestag und Bundesrat verabschiedete Gesetzesänderung verspricht Freiheit im Heizungskeller. Tatsächlich verunsichert sie die Wirtschaft und fördert fossile Heizungen, wodurch Heizen mittel- und langfristig sehr teuer wird. Mehr dazu beim Thema Wärmewende > Heizungspolitik der Bundesregierung.
Ferner hat die Bundesregierung Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sowie ein sogenanntes Netzpaket, das Neuregelungen zum Stromnetz enthält, beschlossen. Diese Vorhaben wurden schon seit dem Frühjahr breit kritisiert.
Durch die neuen EEG-Regelungen werden kleine und mittlere Solaranlagen, die z.B. auf Dächern von Privathäusern installiert werden, unwirtschaftlicher.
Bisher gibt es eine 20 Jahre lange feste Vergütung für das Einspeisen von Solarstrom ins öffentliche Netz. Geplant ist, diese Vergütung für (ab 2027 installierte) kleinere Anlagen abzuschaffen und außerdem, den maximal einspeisbaren Strom auf 50 % der Anlagenkapazität zu begrenzen.
Gewollt ist damit, dass Eigentümer:innen kleinerer Anlagen den selbst produzierten Solarstrom selbst verbrauchen, speichern oder sich selbst um den Verkauf des Solarstroms kümmern. Wie diese Direktvermarktung für kleinere Anlagen genau durchgeführt werden kann, ist noch gar nicht geklärt. Jedenfalls dürfte es für die meisten privaten Haushalte zu aufwändig sein, den Strom ihrer Solaranlage direkt zu vermarkten.
Das Netzpaket soll laut Reiche die Errichtung neuer Anlagen mit dem Ausbau des Stromnetzes synchronisieren. Es wird jedoch den Anschluss größerer Wind- und Solar-Anlagen an die Stromnetze unsicherer machen. Das eigentliche Problem der überlasteten und zu langsamen Verteilnetze wird hingegen nicht gelöst.
Während wirksame Vorgaben zum Ausbau der Stromnetze und Verpflichtungen der Netzbetreiber fehlen, enthält das Netzpaket Regelungen, die den bisherigen Vorrang für erneuerbare Energien faktisch aufheben:
Der bundesweite grüne Aufruf Rettet die Erneuerbaren Energien! enthält die Forderungen:
Stopp des Reiche-Netzpakets
Fortsetzung der Förderung privater Aufdach-Solaranlagen
Energieunabhängigkeit statt neuer fossiler Abhängigkeiten von Autokraten
Schneller Ausbau digitaler Stromnetze
Faire und einfache Beteiligung an erneuerbaren Energien für alle
Der Kreisverband Mitte/Östliche Vorstadt und der Landesverband laden herzlich ein zum gemeinsamen Schauen des Wahlabends in Sachsen-Anhalt. Die Veranstaltung findet am [...]
MehrDie Bundesregierung war auf Kabinettsklausur. Auf der Tagesordnung stand die Frage: Wie kommt die deutsche Wirtschaft wieder auf Kurs? Zu [...]
Du interessierst dich für Demokratie und eine vielfältige Gesellschaft? Du möchtest neue Perspektiven kennenlernen, dich austauschen und [...]
In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern heißt es im Herbst: Wenn Bündnisgrüne in den Landtag einziehen, können wir zusammen mit den [...]