In Gesprächen über umweltfreundliches Heizen tauchen einige Fragen immer wieder auf. In der folgenden Übersicht sind solche Fragen und kurze Antworten darauf zusammengestellt. Wir geben zudem Hinweise auf weitere Informationen durch verschiedene Fachportale. Die FAQs werden wir fortlaufend ergänzen und aktualisieren.
Die Wärmeversorgung ist in Deutschland für fast 70% der Emissionen von privaten Haushalten im Wohnbereich verantwortlich, hauptsächlich durch veraltete Gas- und Ölheizungen (Statistisches Bundesamt, 2024). Um die Klimaziele und die Unabhängigkeit von steigenden fossilen Energiepreisen (einschließlich der CO2-Bepreisung) zu erreichen, muss Bremen bis 2045 auf klimaneutrale Wärme umstellen. Die kommunale Wärmeplanung gibt eine Orientierung, wie diese Umstellung nachhaltig gelingen kann.
Die kommunale Wärmeplanung ist die planerische Grundlage der Wärmewende. Sie steckt den Rahmen ab und zeigt, in welchem Stadtteil ein Wärmenetz geplant ist. Damit gibt sie eine Orientierung für eine bewusste Entscheidung bei der künftigen Heizungswahl. Der Ende 2025 erstellte Bremer Wärmeplanentwurf enthält hierfür u.a. interaktive Karten sowie eine Frage-Antwort-Seite.
Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist die Klimaneutralität bis 2045.
Im kommunalen Wärmeplan für Bremen sind einige Ortsteile wie z.B. das Steintor und Ostertor als Prüfgebiete gekennzeichnet. Ihnen konnte zum Zeitpunkt der Erstellung Ende 2025 noch keine Wärmeversorgungsart zugeordnet werden, da dort z.B. noch kein Ausbau des Fernwärmenetzes geplant ist. Diese Gebiete eignen sich in vielen Fällen für eine dezentrale Versorgung z.B. mit Luftwärmepumpen. Eine weitere Möglichkeit sind Erdwärmenetze (Kalte Nahwärmenetze oder Anergienetze in der Fachsprache). Viele detaillierte Informationen hierzu bietet die Genossenschaft ErdwärmeDich. Das sich u.a. aus solchen Entwicklungen ergebende Potenzial der Prüfgebiete soll bei der Fortschreibung der Wärmeplanung bis 2028 berücksichtigt werden.
Nein! Bestehende Heizungen dürfen bis 2045 weiter betrieben und repariert werden.
Das ist ein Mythos!
Wärmepumpen sind auch in Bremer Altbauten effizient einsetzbar. Wichtig sind hierbei eine gute Planung und ggf. der Einsatz größerer Heizflächen (Heizkörper). Eine Dämmung der Gebäude senkt nicht nur bei Wärmepumpen, sondern auch bei Gas- und Ölheizungen die Energiekosten. Moderne Wärmepumpen arbeiten zudem sehr leise – oft leiser als ein Kühlschrank.
Mieter:innen können zwar nicht direkt Fördergelder für den Heizungstausch beantragen, aber sie können aktiv werden:
Vereinfacht gesagt, funktioniert eine Wärmepumpe wie ein umgekehrter Kühlschrank. Während ein Kühlschrank Wärme aus seinem Inneren nach draußen leitet, entzieht die Wärmepumpe der Umwelt (Luft, Erde oder Wasser) thermische Energie und transportiert diese ins Haus.
Der Prozess in 4 Schritten:
Die Wärmepumpe erzeugt ein Vielfaches der eingesetzten elektrischen Energie als nutzbare Wärme (ein Anteil Strom zu mindestens drei Anteilen Wärme). Bei Gas oder Öl liegt dieses Verhältnis unter eins zu eins.
In Kombination mit Ökostrom oder einer eigenen Photovoltaik-Anlage wird so nahezu CO2-neutral geheizt.
Ein Anergienetz ist ein kollektives Netz zur Beheizung von mehreren Gebäuden und nutzt dafür Erdwärme (im Bereich von ca.12-15 Grad Celsius). Durch die gleichbleibende Erdwärmetemperatur können Häuser effizient und klimafreundlich beheizt und im Sommer passiv gekühlt werden. Im Unterschied zu klassischen Fernwärmenetzen (mit Leitungswasser von mindestens 80 Grad Celsius) arbeitet das Anergienetz mit niedrigen Temperaturen und ohne Wärmeverluste in der Leitung. Erst im Haus wird durch eine Sole-Wärmepumpe das Heizwasser auf die benötigte Vorlauftemperatur des Heizsystems gebracht.
Das System besteht aus drei zentralen Komponenten:
Liebe Grüne, wir laden Euch herzlich zur nächsten Kreismitgliederversammlung des Kreisverbands Mitte/ Östliche Vorstadt ein, am Dienstag, 24. Februar 2026 um 19:30 Uhr [...]
Hamburger Str. 39 mit Energieberater Harald Klussmeier
Auf ihrer Reise nach Israel und Palästina Anfang Februar traf unsere Bundesvorsitzende Franziska Brantner Vertreter*innen der Regierungen und [...]
Die MSC hat einmal mehr gezeigt: Wir brauchen ein unabhängiges Europa. Die Rede von Bundeskanzler Merz setzte den richtigen Ton, aber die [...]
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche zerstört die Energiewende – und macht Deutschland wieder abhängig! Abhängig von fossilen [...]