Unter dem Motto Moin Wärmewende haben wir im Winter 2025/26 eine Veranstaltung zur Kommunalen Wärmeplanung durchgeführt sowie zum energieeffizienten Heizen beraten. In den Gesprächen über umweltfreundliches Heizen tauchen einige Fragen immer wieder auf. Auf dieser Seite stellen wir solche Fragen und kurze Antworten (FAQ) zusammen. Wir geben zudem Hinweise auf weitere Informationen durch verschiedene Fachportale. Die Übersicht werden wir fortlaufend ergänzen und aktualisieren.
Aktuell ist nicht geklärt, welche Regelungen des aktuell und in den nächsten Monaten weiterhin geltenden Gebäudeenergiegesetzes (GEG 2024) zukünftig bleiben, abgeschwächt werden oder ganz entfallen. Deswegen beziehen sich die FAQ auf das gültige GEG 2024 und wir fassen vorab einige der jetzt bekannt gewordenen Absichten der CDU/CSU-SPD-Regierung zusammen.
Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD hat im Koalitionsvertrag 2025 vereinbart: „Wir werden das Heizungsgesetz abschaffen. Das neue GEG machen wir technologieoffener, flexibler und einfacher.“ Ende Februar 2026 hat sie sich auf Eckpunkte für ein neues Gesetz geeinigt. Das Gebäudeenergiegesetz soll in Gebäudemodernisierungsgesetz umbenannt werden. Im Frühjahr soll der Entwurf kommen und vor der Sommerpause soll das Gesetz verabschiedet werden.
Was enthalten die Eckpunkte ?
Die Pläne der Regierung müssen gestoppt werden.
Sie versprechen Freiheit, sind aber tatsächlich ein fataler Rückschritt in der Klima- und Umweltpolitik sowie eine Kostenfalle für weite Teile der Bevölkerung.
Der Irankrieg zeigt wieder einmal die enorme Abhängigkeit der Energieversorgung in Deutschland (und Europa) von Energieimporten und fossilen Energien. Dies hat schnell zu steigenden Ölpreisen geführt und treibt die Energiepreise insgesamt in die Höhe.
Die Wärmeversorgung ist in Deutschland für fast 70% der Emissionen von privaten Haushalten im Wohnbereich verantwortlich, hauptsächlich durch veraltete Gas- und Ölheizungen (Statistisches Bundesamt, 2024). Um die Klimaziele und die Unabhängigkeit von steigenden fossilen Energiepreisen (einschließlich der CO2-Bepreisung) zu erreichen, muss Bremen bis 2045 auf klimaneutrale Wärme umstellen. Die kommunale Wärmeplanung gibt eine Orientierung, wie diese Umstellung nachhaltig gelingen kann.
Die kommunale Wärmeplanung ist die planerische Grundlage der Wärmewende. Sie steckt den Rahmen ab und zeigt, in welchem Stadtteil ein Wärmenetz geplant ist. Damit gibt sie eine Orientierung für eine bewusste Entscheidung bei der künftigen Heizungswahl. Der Ende 2025 erstellte Bremer Wärmeplanentwurf enthält hierfür u.a. interaktive Karten sowie eine Frage-Antwort-Seite.
Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist die Klimaneutralität bis 2045.
Im kommunalen Wärmeplan für Bremen sind einige Ortsteile wie z.B. das Steintor und Ostertor als Prüfgebiete gekennzeichnet. Ihnen konnte zum Zeitpunkt der Erstellung Ende 2025 noch keine Wärmeversorgungsart zugeordnet werden, da dort z.B. noch kein Ausbau des Fernwärmenetzes geplant ist. Diese Gebiete eignen sich in vielen Fällen für eine dezentrale Versorgung z.B. mit Luftwärmepumpen. Eine weitere Möglichkeit sind Erdwärmenetze (Kalte Nahwärmenetze oder Anergienetze in der Fachsprache). Viele detaillierte Informationen hierzu bietet die Genossenschaft ErdwärmeDich. Das sich u.a. aus solchen Entwicklungen ergebende Potenzial der Prüfgebiete soll bei der Fortschreibung der Wärmeplanung bis 2028 berücksichtigt werden.
Nach dem GEG 2024 gilt: Nein! Bestehende Heizungen dürfen bis 2045 weiter betrieben und repariert werden.
Das ist ein Mythos!
Wärmepumpen sind auch in Bremer Altbauten effizient einsetzbar. Wichtig sind hierbei eine gute Planung und ggf. der Einsatz größerer Heizflächen (Heizkörper). Eine Dämmung der Gebäude senkt nicht nur bei Wärmepumpen, sondern auch bei Gas- und Ölheizungen die Energiekosten. Moderne Wärmepumpen arbeiten zudem sehr leise – oft leiser als ein Kühlschrank.
Mieter:innen können zwar nicht direkt Fördergelder für den Heizungstausch beantragen, aber sie können aktiv werden:
Vereinfacht gesagt, funktioniert eine Wärmepumpe wie ein umgekehrter Kühlschrank. Während ein Kühlschrank Wärme aus seinem Inneren nach draußen leitet, entzieht die Wärmepumpe der Umwelt (Luft, Erde oder Wasser) thermische Energie und transportiert diese ins Haus.
Der Prozess in 4 Schritten:
Die Wärmepumpe erzeugt ein Vielfaches der eingesetzten elektrischen Energie als nutzbare Wärme (ein Anteil Strom zu mindestens drei Anteilen Wärme). Bei Gas oder Öl liegt dieses Verhältnis unter eins zu eins.
In Kombination mit Ökostrom oder einer eigenen Photovoltaik-Anlage wird so nahezu CO2-neutral geheizt.
Ein Anergienetz ist ein kollektives Netz zur Beheizung von mehreren Gebäuden und nutzt dafür Erdwärme (im Bereich von ca.12-15 Grad Celsius). Durch die gleichbleibende Erdwärmetemperatur können Häuser effizient und klimafreundlich beheizt und im Sommer passiv gekühlt werden. Im Unterschied zu klassischen Fernwärmenetzen (mit Leitungswasser von mindestens 80 Grad Celsius) arbeitet das Anergienetz mit niedrigen Temperaturen und ohne Wärmeverluste in der Leitung. Erst im Haus wird durch eine Sole-Wärmepumpe das Heizwasser auf die benötigte Vorlauftemperatur des Heizsystems gebracht.
Das System besteht aus drei zentralen Komponenten:
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